Polyamid: der praktische Stoff für Kleidung und vieles mehr

Polyamid

Polyamid: der Stoff für moderne Kleidung

Definition: Was ist Polyamid und woraus besteht es?

Polyamid ist eine synthetische Chemiefaser oder Kunstfaser, die häufig für Kleidung wie zum Beispiel Damenstrümpfe oder Sportbekleidung verwendet wird. Die Grundbausteine sind Kohlenstoffatome, welche aus Erdöl gewonnen werden. Je nach Querschnitt können Polyamidfasern matt bis glänzend, grob bauschig bis fein sein.

Herkunft: die Geschichte von Polyamid

Bereits 1939 wurde in den USA die Herstellung von Polyamid erfunden, damals noch bekannt unter dem Namen Nylon. Mittlerweile gibt es zuzüglich zu Nylon noch weitere Polyamide. Diese Form war die erste Kunstfaser, die nützlich für die Modeindustrie war.

Die unterschiedlichen Polyamid-Qualitäten

Aufgrund der chemischen Zusammensetzung lässt sich ein Polyamid-Garn überdurchschnittlich fein und gleichmässig spinnen.

• Nylon: Sogenanntes Polyamid 6.6, das die Firma Du Pont de Nemours and Company in Wilmington entwickelt hat. Ursprünglich wurde Nylon für Zahnbürsten und Nylonstrümpfe verwendet.

• Perlon: Chemisch heißt der Stoff Polyamid 6 und hat sehr ähnliche Eigenschaften wie Nylon – mit dem Vorteil, dass er besser Farbstoffe aufnimmt. Die Faser hat Paul Schlack für die I.G.- Farbenindustrie AG in Berlin entwickelt. Sie galt als Alternative zu Nylon. Perlon wurde ursprünglich für die Herstellung von Fallschirmen und Borsten zur Reinigung von Waffen verwendet. Ab 1943 wurden daraus Damenstrümpfe hergestellt.

Was ist der Unterschied zwischen Polyester und Polyamid?

Sowohl Polyester als auch Polyamid sind Kunstfasern, die wenig Feuchtigkeit aufnehmen beziehungsweise sie nach aussen transportieren, atmungsaktiv und somit besonders für Sportbekleidung geeignet sind. Polyamid ist dehnbarer und elastischer als Polyester, dabei aber sehr robust und formbeständig. Polyester hingegen ist hitzebeständiger.

Die Herstellung von Polyamid

Hergestellt wird Polyamid-Garn analog zu Polyester. Zunächst werden die benötigten Feststoffe geschmolzen und daraufhin mittels einer Düse in einem Kaltluftschacht zu dünnen Fasern geformt und durch einen Temperatursturz gefestigt. Daraus lassen sich Fäden unterschiedlicher Stärke gewinnen.

So pflegen Sie Polyamid

Polyamid-Kleidung ist pflegeleicht und formbeständig. Beachten Sie diese Pflegehinweise:

- Waschen Sie Polyamid-Kleidung bei 30 bis 60°C im Schonwaschgang.
- Nur kurz schleudern und tropfnass aufhängen: Das Material ist besonders schnell trocknend.
- Bügeln brauchen Sie Polyamid-Kleidung nicht
– wenn es doch nötig ist, dann nur sehr kurz bei mittlerer Temperatur.

Die Besonderheiten von Polyamid

Polyamid ist:

• pflegeleicht
• formbeständig
• nicht knitternd
• nicht einlaufend
• strapazierfähig
• reissfest und scheuerfest
• leicht
• weich
• nicht saugfähig
• schnell trocknend
• gut waschbar
• unempfindlich gegen Seewasser
• nicht lichtbeständig

Polyamid vereint in seiner Struktur eine hohe Formstabilität, Dehnung sowie Elastizität. Zudem können Sie es leicht färben und die Faser ist noch leichter als Seide.

Anwendungsgebiete: typische Kleidungsstücke und Produkte

• Sport- und Funktionsbekleidung
• Mode (dünne Damenstrümpfe, Dessous)
• Mikrofaser-Bettwäsche, Handtücher
• Reinigungstücher
• Angelschnüre, Fischernetze, Fallschirme, Tennisschläger-Bespannungen, Insektennetze, Federbälle
• Knochenprothesen
• Getriebeteile, Zahnräder, Lack- und Klebstoff-Herstellung

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